Kite · Windsurf · Bow-Kite und Sicherheit

2012

Rein in die Olympischen Spiele und wieder raus

Im Mai stimmt der Segelverband dafür, bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 das Windsurfen durch das Kiteboarden zu ersetzen; im November macht er die Entscheidung rückgängig.

Vier Jahre nachdem das Kiteboarden eine Segelklasse geworden war, hätte es beinahe den Platz des Windsurfens bei den Olympischen Spielen eingenommen. Im Mai 2012 stimmte der Council des Segelverbands ISAF mit 19 zu 17 dafür, das RS:X-Windsurfboard aus dem Programm von Rio 2016 zu streichen und das Kiteboarden aufzunehmen. Das eigene Events Committee hatte mit 17 zu 2 von der Änderung abgeraten.

Auf der Jahreskonferenz in Dún Laoghaire bei Dublin kam die Frage im November erneut auf. Spanien und andere erklärten, Sprachschwierigkeiten und Verwirrung hätten dazu geführt, dass sie versehentlich für das Kiteboarden gestimmt hätten. Der britische Verband verwies auf sein Nachwuchsprogramm und rund 10.000 Windsurf-Mitglieder.

Ein Antrag im Council, die Entscheidung wieder aufzurollen, erhielt 26 von 38 Stimmen und verfehlte damit die nötigen 75 Prozent. Die Generalversammlung der Mitgliedsnationen stimmte dann mit 51 zu 40 dafür, das RS:X für Männer und Frauen wieder aufzunehmen. Am 10. November 2012 wurde die Entscheidung rückgängig gemacht, obwohl sie bereits teilweise umgesetzt worden war.

Das Windsurfen blieb in Rio. Das Kiteboarden musste bis zu den Spielen von Paris 2024 auf sein olympisches Debüt warten.