Windsurf · Comeback der breiten Boards
1999
Starboard Go: Das breite Board macht Windsurfen wieder einfach
Kurz, sehr breit und mit extrem viel Auftrieb kommt das Go früh ins Gleiten, verzeiht Fehler und soll Einsteiger zu einem Sport zurückbringen, der zu technisch geworden war.
Starboard Go, 279 × 85 cm · Umriss und Profil nachgezeichnet nach dem Boardtest von American Windsurfer 1999
Ende der Neunzigerjahre hatte das Windsurfen ein hausgemachtes Problem. Die Boards waren kurz, schmal und volumenarm geworden, wunderbar bei zwanzig Knoten für Könner und für alle anderen nahezu unbrauchbar. Die Zahl der Windsurfer ging stark zurück.
Starboard, 1994 vom früheren norwegischen Regattasurfer Svein Rasmussen gegründet, antwortete 1999 mit dem, was die eigene Firmengeschichte das erste ultrabreite Einsteigerboard der Welt nennt. Die Materialvorschau von American Windsurfer 1999 gab das Go mit 9 Fuß 2 Zoll (279 cm) Länge, 33,5 Zoll (85 cm) Breite und 176 Litern an und kürte es zum innovativsten Design des Jahres. Es schwamm wie ein Longboard und kam früh ins Gleiten, und es zeigte sich, dass auch erfahrene Surfer es mochten. In einem Thread der Newsgroup rec.windsurfing vom August 1999 lobten die meisten Surfer, die es ausprobiert hatten, es als Frühgleiter für mehr als nur Einsteiger, auch wenn manche fanden, dass es ein Starkwindboard nicht ersetzen könne.
Das Go kam in einem Jahr, in dem fast jeder Hersteller auf breite Boards setzte. Innerhalb weniger Saisons wurden breite, kurze Boards zum Standard bei Leichtwind und für Rennen in der Formula-Klasse.