Windsurf · Erfindung

1972

Die erste Windsurfregatta Europas

Auf Sylt lässt Segellehrer Calle Schmidt im Frühjahr 1972 zwei Windsurfer kommen und veranstaltet im September den Sylt-Cup, das erste Windsurfrennen in Europa.

Calle Schmidt betrieb eine Segelschule auf Sylt, der deutschen Insel in der Nordsee. Im Januar 1972 las er in der Zeitschrift Die Yacht einen Artikel mit der Frage, ob das Segeln auf dem Brett technisch gelöst sei. Im April bestellte er bei Hoyle Schweitzer in Kalifornien Bretter; die gab es nur paarweise, per Luftfracht, und seine ersten Versuche machte er in der Blidselbucht, einer flachen Bucht auf der Wattseite der Insel.

Am 23. September 1972 lud er Freunde zu einem Rennen in derselben Bucht ein. Zwölf Segler kamen zum Sylt-Cup, der ersten Windsurfregatta Deutschlands und Europas. Am Tag darauf gingen fünf von ihnen mit den Brettern in die Brandung an der offenen Nordseeküste.

Auch anderswo in Europa ging es los. In Schweden bestellte Per Fjaestad 1972 fünfzig Windsurfer und wurde Agent für Schweden, und im Dezember unterzeichnete die niederländische Firma Ten Cate die europäische Lizenz. Im September 1973 wurde auf Sylt die erste Europameisterschaft gesegelt, wieder in der Blidselbucht, mit rund 130 Teilnehmern. Es gewann der Niederländer Derk Thijs.