Kite · Bow-Kite und Sicherheit
2008
Ein Kitesurfer ist der schnellste Segler
Rob Douglas segelt in Lüderitz mit einem serienmäßigen 7-m-Kite 49,84 Knoten, das erste Mal, dass ein Kitesurfer den absoluten Geschwindigkeitsrekord im Segeln hält.
Lüderitz, Namibia, mit dem heutigen Speedkanal · Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
2008 war der schnellste Segler der Welt ein Windsurfer: Im März war Antoine Albeau in Saintes-Maries-de-la-Mer 49,09 Knoten gesegelt. Sechs Monate später war ein Kitesurfer schneller.
Der Ort war Lüderitz in Namibia, bei der zweiten Lüderitz Speed Challenge. Am Südende einer Lagune westlich der Stadt war in jenem Jahr entlang des Ufers eine gerade Strecke ausgehoben worden, etwa 800 Meter lang einschließlich der Anlaufstrecke und der Auslaufzone rund um die offiziellen 500 Meter.
Am 19. September 2008 segelte der Amerikaner Rob Douglas 49,84 Knoten über 500 Meter. Er benutzte einen serienmäßigen 7-Meter-Kite von Cabrinha, keinen speziellen Speedkite. Es war das erste Mal, dass ein Kitesurfer den absoluten Rekord im Speedsegeln hielt, einen Titel, der bis dahin Booten und Windsurfern gehört hatte. Bei derselben Veranstaltung segelte Sjoukje Bredenkamp 45,20 Knoten, einen neuen absoluten Rekord für Frauen.
Der World Sailing Speed Record Council ratifizierte Douglas’ Fahrt als Kiteboard-Rekord; für den absoluten Rekord wurden Kites erst im Dezember 2008 zugelassen. Die folgenden Wochen zeigten, dass dies erst der Anfang war: Zwei andere Kitesurfer waren bereits dicht dahinter.